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Rückblick Firmeneröffnung

11. März 2019 Posted by Allgemein 0 thoughts on “Rückblick Firmeneröffnung”

Danke an  ALLE die mit uns gefeiert haben!

 

An meinem 40. Geburtstag eröffnete ich mein eigenes Unternehmen. Mein Job war es zuvor Gründer wie auch Unternehmer in unterschiedlichen Lagen und bei unterschiedlichsten Problemstellungen zu unterstützen. „Nach 20 Jahren in einem spannenden Beruf, war es nun an der Zeit einer neuen Idee nach zu gehen“, dachte ich mir. „Ich war immer mit Unternehmerinnen und Unternehmern im Kontakt und hab jetzt Lust bekommen es selbst zu tun!“

130 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Traunviertel folgten meiner Einladung zum Eröffnungsabend im Panorama im Stift Schlierbach. Der Unternehmensname ist Unternehmenshandwerk. Die Frage, die mich antreibt ist: „Was macht erfolgreiche Unternehmer aus?“

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#nowornever

26. Februar 2019 Posted by Allgemein 0 thoughts on “#nowornever”

Mein neues Baby – Mein 12-monatiges Startup-Coaching Programm

Wie schaut der Prozess der klassischen Produktentwicklung in einem reinen Dienstleistungsbetrieb aus? Ich habe festgestellt, sich als Unternehmensberater dem Prozess einer klassischen Produktentwicklung hinzugeben, ist eine absolut spannende Aufgabe. Der Vorgang an sich war dann der klassische Weg: von der Produktidee, über die Definition der Zielgruppe, bis zum Bauen der werblichen Ansprache … und voila, schon ist ein neues Produkt auf dem Markt 😊

Welche Überlegungen haben mich angetrieben das zu tun? In erster Linie waren es drei Aspekte. Zu Beginn stellte ich mir die Frage, warum kann man im digitalen Zeitalter nicht auch als Unternehmensberater sein Produkt online anbieten und den Zeitdruck, unter dem immer mehr Menschen stehen, etwas rausnehmen? Dann haben mir im zweiten Schritt einige meiner ersten Kunden geholfen. Ich durfte mehrfach für und mit Unternehmensgründern an deren Strategieentwicklung für die Zukunft arbeiten. Das hat bewiesen, auch Startups geben Geld für Beraterleistungen aus. Und drittens habe ich 20 Jahre Erfahrung genau in diesem Startup-Bereich. Durch meinen langjährigen Beruf ist es dazu gekommen, dass ich hunderte Personen in die Selbständigkeit begleiten durfte. Dort konnte ich enorm viel an Erfahrung sammeln und mitnehmen.

So kam es dazu, dass es nun mein neuestes Produkt auf dem Markt gibt. Mein 12-monatiges Startup-Coaching Programm, unter dem Titel #nowornever.

Viele Personen haben eine Idee für ein eigenes Unternehmen im Kopf. Sie überlegen meist monatelang, teilweise jahrelang hin und her, ob die Idee funktionieren könnte oder nicht. Sie fragen sich natürlich auch, wer könnte mir helfen, mit wem kann ich die Idee besprechen bzw. umsetzungsreif machen.

De facto gibt es einige Angebote für Unternehmensgründer am Markt. Leider bilden die meisten Angebote aber immer nur Teile des Gründungsvorhaben ab. Der eine kümmert sich um den Gründungsprozess, der nächste um den Businessplan und wieder ein anderer um das Geschäftsmodell. Daraus resultiert, dass der Gründer oft von A nach B, nach C und sogar manchmal bis nach D laufen muss, um alles Notwendige zusammen zu tragen.

Mit dem neuen Startup-Coaching Programm #nowornever gibt es nun die perfekte Begleitung durch das gesamte Gründungsvorhaben hindurch. Und das noch dazu völlig orts- und zeitunabhängig, weil es als ONLINE-Coaching angeboten wird.

Was beinhaltet das Coaching?

Das Coaching beinhaltet und begleitet alle notwendigen Schritte im Gründungsprozess. Inhaltlich erstreckt sich die Themenvielfalt im Programm von den grundlegenden Themen wie Gewerbeschein, Finanzierung und Förderung, bis hin zu den anspruchsvolleren Prozessen, wie die Entwicklung von  Businessplan und Geschäftsmodell.

Darüber hinaus gibt es

– das laufende 1:1 Coaching durch mich,
– die Betreuung und Unterstützung einer Community von Gleichgesinnten,
– regelmäßige Live-Calls in der Community zur Beantwortung von Fragen,
– kontinuierliche Beiträge von Personen die den Schritt gewagt haben und aus ihren Erfahrungen berichten und
– natürlich wird laufend über Trends und neue Entwicklungen berichtet.

Wenn ihr also jemanden kennt, der jemanden kennt, der einen Bruder oder eine Schwester hat, deren Schwager gerade überlegt sich eventuell selbständig zu machen, dann lasst ihm diese Info zu kommen 😊.Gemeinsam prüfen wir dann, ob wir zueinander passen und miteinander ins Programm gehen.

Für die erste Runde stehen 10 Plätze zur Verfügung. Ich freue mich darauf den nächsten 10 Personen dabei zu helfen sich rasch, problemlos und erfolgreich selbständig zu machen.

Mario Pramberger

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Gründerboom in Österreich

21. Februar 2019 Posted by Allgemein 0 thoughts on “Gründerboom in Österreich”

Eine Analyse von einem, der seit 20 Jahren Teil der Szene ist.

Seit 20 Jahren bin ich nun für Unternehmensgründer aktiv tätig. Früher als Mitarbeiter bei der WKO, jetzt als selbständiger Startup-Coach und Unternehmensberater. Hunderte Personen habe ich bisher auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet und dabei alle Trendphasen hautnah miterlebt. War es zu Beginn der 2000er Jahre noch sehr stark das Thema Direktvertrieb und danach die Welle der Unternehmen in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft, sind es nun seit einigen Jahren immer mehr Gründungen im Bereich Informationstechnologie und alles was mit dem Thema Online zu tun hat.

Viele dieser Unternehmen, die in der Zeit gegründet wurden, gibt es schon nicht mehr. Dennoch sollte der falsche Eindruck, den die Bevölkerung darüber hat, klargestellt werden. Denn über 65 % der GründerInnen gibt es nach 5 Jahren noch immer am Markt. Aber sehen wir uns die Zahlen zu Unternehmensgründungen in Österreich noch genauer an und rücken diese ins rechte Licht. Erst zu Jahresbeginn hat die WKO gerade wieder neue Zahlen präsentiert. Demnach hat es in Österreich 2018 über 30.000 neu gegründete Unternehmen gegeben. Es spricht aber selten jemand drüber, wie viele dieser Gründungen mit der konkreten Absicht passieren und das Unternehmen als hauptberufliche Erwerbsquelle ansehen, mit dem Ziel ein langfristig erfolgreiches Unternehmen zu führen. Für viele ist der Akt der Gewerbeanmeldung eine Sache von, „ein wenig was dazu verdienen“, „das Hobby steuerlich verwerten“ oder aber auch um selbst versichert zu sein. Wenn man also aus der zuvor genannten Zahl jene raus filtert, die wirklich vor haben langfristig erfolgreich selbständig zu sein, dann handelt es sich meines Erachtens bestenfalls um ein Drittel davon. Und bei diesen 10.000 Gründern reden wir natürlich auch nicht nur von hochtechnologisch neuen oder immer besonders innovativen Gründungen.

Generell ist es schön zu sehen, dass sich in Österreich sehr viel zu diesem Thema tut. Es gibt zahlreiche Inkubatoren, also z. B. Gründerzentren an Unis und Fachhochschulen sowie Akzeleratoren, die den Entwicklungsprozess eines Startups stark vorantreiben können. Darüber hinaus gibt es je nach Bundesland unterschiedliche weitere Zentren, die beispielsweise technologische Gründungen forcieren. Es gibt Fernsehshows für Gründungsideen, das Thema Venture Capital in Bezug auf Startups ist in aller Munde und es wird sogar der Austrian Startup Monitor herausgegeben. An dieser Stelle sollte nochmals erwähnt sein, dass der Volksmund mit Startup nicht das gleiche versteht wie z. B. die Bundesregierung oder die Universitäten. Als Startup gilt laut deren Definition nämlich nur ein Unternehmen, das a) jünger als 10 Jahre ist, das b) mit ihren Produkten, Dienstleistungen, Technologien oder Geschäftsmodellen innovativ agiert und das c) ein signifikantes MitarbeiterInnen- oder Umsatzwachstum aufweist. Folgt man dieser Definition, dann gibt es in Österreich „nur“ 1.534 solcher Unternehmungen im Zeitraum von 2004 bis 2017.

Was mir dabei Sorgen macht ist, dass all die oben angesprochenen Angebote oft sehr urban und zentral ausfallen und Platzangebote oft limitiert sind. Das heißt, dass es in den ländlicheren Regionen leider oft zu wenig Angebote und Möglichkeiten für die Unterstützung von Startups gibt. Aber auch dort gibt es geniale Geschäftsideen. Ich habe Geschichten von kleinen aber sehr feinen Gründungen begleitet, die gigantisch erfolgreich waren. Ein junger Herr geht mir sicherlich nie mehr aus dem Kopf. Er hat es doch tatsächlich geschafft im eigentlich erst zweiten Jahr des Bestehens zum Besten seiner Branche in ganz Österreich gewählt zu werden. Und das nicht in einer Branche die nur ein oder zwei Anbieter hat. Solche Juwelen in der Gründerlandschaft findet man auch in den dezentralen Bereichen. Auch dort wird erfolgreich gegründet.

Deswegen heiße ich diesen Trend in Richtung Selbständigkeit gut. Was ich mir aber wünschen würde, wären folgende Aspekte:

  • ein flächendeckenderes, professionelleres Angebot zur Unterstützung von Gründungen in den Regionen,
  • generell eine weitere Erleichterung des Gründungsprozesses (es hat sich viel getan, aber da könnte sich noch viel mehr tun)
  • mehr ehrlich gemeinte Investitionen bzw. ein besseres Finanzierungsangebot für die Startup-Szene in ganz Österreich.

 

Generell beschäftigt mich das Thema Startup sehr intensiv und ich arbeite deshalb gerade an einer Produktentwicklung, die Startups sehr gut helfen wird. Mehr in Kürze. 😊

Mario Pramberger

Unternehmenshandwerk

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Was macht ein Unternehmen erfolgreich?

9. Januar 2019 Posted by Allgemein 0 thoughts on “Was macht ein Unternehmen erfolgreich?”

Meine Erfahrungen aus 20 Jahren Begleitung von Unternehmen.

Seit Anbeginn meiner Karriere begleite ich Unternehmer und Unternehmerinnen auf ihren Weg. Die Anforderungen sind dabei so unterschiedlich wie die Unternehmen selbst. Groß- bis Kleinbetriebe aller Branchen mit männlichen und weiblichen Inhabern. Es gibt immer Fragen zu  juristischen Themen, Fragen zum Betriebswirtschaftlichen, Diskussionen zu rechtlichen Bundesthemen ebenso wie Diskussionen zu wirtschaftlichen Regionalentwicklungsfragen. All diese Themen beschäftigen mich seit 20 Jahren. In dieser Zeit durfte ich erfolgreiche Unternehmer und Unternehmerinnen und weniger erfolgreiche Unternehmen kennen lernen. Daraus ist letztendlich auch der Name für meinen Betrieb „Unternehmenshandwerk“ entstanden. Weil ich mich eben seit 20 Jahren mit genau diesem Handwerk des Unternehmers/der Unternehmerin intensiv auseinandersetze.

Irgendwann begann ich genau zu beobachten, ja mehr noch, ich begann zu analysieren, was erfolgreiche Unternehmen erfolgreich macht und von jenen unterscheidet, die weniger oder nicht erfolgreich sind. Bei denjenigen die ihr Unternehmen voranbringen und sich dabei auch weiterentwickeln, geht das meist auch mit einem Wachstum (Umsatz/Mitarbeiter) einher. Bei genau diesen erfolgreichen Unternehmen gibt es sehr wohl klar erkennbare Faktoren, die den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Aus meiner Sicht sind es fünf zentrale Aspekte die Unternehmen erfolgreich machen.

Idee & Ziel
Erfolgreiche Unternehmen haben ein genaues Ziel vor Augen. Sie wissen genau, warum sie tun was sie tun. Es ist klar festgelegt, welches Kundenproblemsie mit ihrem Angebot lösen können. Immer dann, wenn diese Frage genau definiert ist, ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzung geschaffen. Wenn der Unternehmer/die Unternehmerin das auch noch mit einer klaren Wunschvorstellung kombiniert, wo er/sie mit dieser Idee in drei, fünf oder zehn Jahren sein soll, dann sind zwei zentrale Elementeerfüllt.

Auftrag
Jetzt wird es spannend. Am erfolgreichsten sind jene Unternehmen, die ihren Auftrag kennen! Was meine ich damit? Es geht mir dabei um die subjektive Mission der Unternehmerpersönlichkeit. Dahinter steckt folgender Gedanke: was treibt diese Personan, das zu tun was sie tut. Was lässt sie jeden Tag aufstehen und Energie für das Aufbringen, was jeden Tag zu tun ist. Ja mehr noch, wo kommt die stätige Leidenschaft her, dass auch immer weiter und weiter zu entwickeln. Das haben nur Personen die ihren Auftrag kennen. Bei vielen steckt eine enorme Erkundungsarbeit dahinter, andere wissen es oft von Anbeginn.

Bei Unternehmensübergaben tritt dieses Problem häufig auf. Die ursprünglichen Gründer wussten genau, wieso sie „es“ tun oder getan haben. Kritisch angemerkt könnte man sagen: „Die Nachfolger machen es oft deswegen, weil sie halt die Nachfolger sind.“ Es ist nicht immer so, dass der Auftrag der Nachfolgegeneration zum Auftrag der Gründergeneration passt.

Wie ist es bei euch? Kennt ihr euren persönlichen Auftrag?

Emotion
Emotion ist eine wichtige Folge des Themas Auftrag. Wenn der Auftrag klar ist, stimmt auch die Energie. Dann gibt es auch die emotionale Klarheit für den eigenen Betrieb und das treibt das tägliche Tun an. Erfolgreiche Unternehmer und Unternehmerinnen stehen leidenschaftlich hinter ihrer Idee. Sie legen sehr viel Kraft in das was sie tun und das ist gut so, Emotion ist eine feine Sache. Wenn man diese Energie als Kunde bei Unternehmen und deren Mitarbeitern spürt, gibt man viel lieber, ja wenn nicht sogar gerne Geld aus. Bei mir ist das jedenfalls so. Klar, Emotion kann auch nach hinten los gehen. Aber da stehe ich auf dem Standpunkt – es muss nicht jedes Geschäft, mit jedem Kunden, um jeden Preis gemacht werden.

Entschlossenheit
Was verbirgt sich dahinter? Eines habe ich gelernt, egal ob in der Begleitung von Unternehmen oder in meiner ehemaligen Funktion als Führungskraft eines Teams. Es braucht klare Entscheidungen! Da macht es keinen Unterschied, ob die Entscheidung immer die 100% richtig ist oder doch vielleicht später noch einmal angepasst werden muss. Unternehmer und Unternehmerinnen die klare Entscheidungen treffen, sind deutlich erfolgreicher als jene die nicht rasch genug – oder im schlimmsten Fall – nie zu klaren Entscheidungen kommen.

Profis
Profis kennen ihre Kernkompetenz. Sie wissen genau in welchen Dingen sie gut sind. Die wenigsten Unternehmen sind damit erfolgreich, zu versuchen die „eierlegende Wollmilchsau“ anzubieten. Versucht auch ihr eure Kernkompetenz heraus zu finden. Oft ist das nur genau ein Prozess oder eine wesentliche Kenntnis, die ein Unternehmen von anderen unterscheidet. Diese Kernkompetenz genau zu kennen, herauszufiltern und damit ein spannendes Angebot für eure Kunden zu konstruieren, … das macht euch stark. Und noch was: Profis holen sich für alles andere wiederum Profis. Das heißt sie versuchen nicht gewisse Dinge irgendwie selbst zu lösen. In den nachfolgenden Beispielen nur einige der Klassiker: Buchhaltung halbherzig selbst machen, Website selbst basteln, Drucksorten selbst gestalten usw. Nein,… echte Profis holen sich dafür andere Profis und trennen somit genau zwischen eigenen und fremden Kernkompetenzen.

Das sind sie also. Meine fünf wesentlichen Erkenntnisse in der langjährigen Begleitung von erfolgreichen Unternehmern und Unternehmerinnen. Erstaunlich nur, dass es so viele Unternehmen gibt, die in einigen dieser Bereiche – aus meiner Sicht – viel Aufholbedarf haben, aber trotzdem seit Jahren von ihrem Business leben können. Naja, man kann es auch so sehen: was wäre da noch alles möglich, wenn der eine oder andere Faktor von meiner Liste auch noch greifen würde… Meine Hypothese dazu: vielen würde es dadurch gelingen, vom „Überleben“ zu einem erfolgreichen, wachstumsorientierten Betrieb zu aufzustreben.

Denkt mal an euer eigenes Unternehmen und checkt diese Punkte. Wie sieht euer Erfolgsquotient aus?

Mario Pramberger

Unternehmenshandwerk

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Warum tust du das?

27. Dezember 2018 Posted by Allgemein 0 thoughts on “Warum tust du das?”

Leg die Zwangsjacke ab!

Raus aus deinem gewohnten Alltag und es passieren magische Dinge in deinem Leben. Das ist für mich schon längst nicht mehr nur ein netter Sinnspruch, diese Einstellung lebe ich. Ich habe es in den letzten vier Jahren immer wieder gewagt und damit immer gewonnen. Zuerst „nur“ im privaten und sportlichen Bereich. Jetzt auch im beruflichen Kontext. Probiert es auch ihr aus! Ihr werdet von der Wirkung überrascht sein. 

Nach fast 20 Jahren bei ein und demselben Dienstgeber habe ich meinen Job an den Nagel gehängt. Ja,… richtig gehört. Und das, obwohl
– es sich um einen sicheren und beständigen Job gehandelt hat.
– ich vom Assistent bis zum Abteilungsleiter „aufsteigen“ konnte.
– ich in meinem Team, das ich geführt habe, der jüngste Abteilungsleiter war.
– ich zusätzlich auch der jüngste in der Runde war.
– ich meinen Job bis zuletzt gerne gemacht habe…
Klar das Umfeld wurde nicht einfacher, aber  hey, … wer kennt das nicht?

Nach der Kündigung wurde ich dann natürlich ständig gefragt: „Warum tust du das?“ „Warum tut man sowas?“ Das ist eine spannende Frage, vor allem ist es für mich persönlich äußerst spannend. Tja, … warum tu ich das? In der Reflexion wie es dazu kam, kristallisierten sich sehr interessante und wesentliche Punkte heraus. Ein zentraler Punkt war sicherlich die in mir aufkommende Frage: „Jetzt bist du 20 Jahre dabei! Willst du das weitere 25 Jahre bis zur Pension machen?“ Bei dieser Überlegung wurde mir warm und kalt zugleich und es fühlte sich irgendwie ungemütlich an. Für mich stand fest, da gibt es doch sicherlich noch andere spannende Themen und Projekte, die in meinem Leben auf mich warten. Ich war also bereits mitten in der Überlegungsphase für etwas Neues. Naja, und das Leben schickt einem bekanntlich ja immer wieder gewisse Zeichen. Zum Beispiel habe ich für über 100 HAK SchülerInnen einen Vortrag zum Thema Gründung gehalten. Am Ende fragte mich einer der Schüler: „Warum sind Sie nicht selbständig?“ Sinngemäß wollte er wohl sagen, „jetzt tragen Sie zwei Stunden ‚obergescheit‘ zum Thema Unternehmensgründung vor und haben selbst nie den Schritt in die Selbständigkeit gewagt“. Ich weiß leider nicht mehr wie der junge Herr aussah. Es mag auch daran liegen, dass er in der letzten Reihe saß, aber ich hab seine Stimme und seine Frage noch heute genau im Ohr. Sie ließ mich nicht mehr aus, ich musste ständig daran denken. Heute bin ich ihm jedenfalls dankbar.

Im nächsten Schritt habe ich mich zwei, drei guten Freunden anvertraut und ihnen die Frage gestellt: „was hältst du davon, wenn ich mich selbständig mache?“ Sie unterstützten mich und meinten vom Fleck weg, auch wenn es bereits viele Anbieter in diesem Markt gibt, für gute Leute ist immer Platz am Markt. Ich freute mich über die Komplimente und den Glauben an meinen Erfolg, den sie mir von Beginn an schenkten. Meine Überlegungen wurden stärker und stärker.

Hinzu kommt, dass mich meine Frau dankenswerter Weise bei so wichtigen Entscheidungen immer unterstützt. Auch sie gab mir relativ bald ihre Zustimmung, diesen Schritt gemeinsam zu wagen und meinte – egal wie du dich entscheidest, ich unterstützte dich. Das auch noch…,  Wahnsinn! Und dann stand ich eines Tages vor diesem Spruch in einem Hotel in meinem Heimatort: „Nichts ist so stark wie eine Idee deren Zeit gekommen ist!“ Und dann war klar, es ist Zeit… Zeit die Komfortzone – 20 Jahre beim gleichen Arbeitgeber – zu verlassen und neues zu wagen.

Gerüchten zu Folge passieren ja außerhalb der Komfortzone magische Dinge. Was soll ich sagen,…ich hab einige dieser Dinge bereits jetzt, nach wenigen Monaten in der Selbständigkeit, erleben dürfen. Was ich damit meine? Bestes Beispiel ist wohl folgender unglaublicher Kunde: Es war schon immer ein Traum von mir, mit einem meiner Idole einmal zu Frühstücken. Früher schien das natürlich unerreichbar. Ich kannte das Idol ja nur aus dem Fernsehen. Was soll ich sagen, zwischenzeitlich tue ich das regelmäßig und dieser Mann gehört in der Zwischenzeit sogar zu meinen Auftraggebern und wir arbeiten laufend zusammen. Und ganz generell darf ich Kunden in meinem Betrieb begrüßen, von denen ich nur träumen konnte. Ja, es passieren wirklich magische Dinge.

Tja,… die Zwangsjacke ist nun abgelegt. Irgendwie fühlte sich der Weg raus aus dem Dienstverhältnis tatsächlich so an. Gut, ich musste noch nie eine Zwangsjacke tragen, aber vielleicht kann man sich das so vorstellen. Die Freiheit die man gewinnt, wenn man den Weg in die Selbständigkeit wagt, nachdem man zuvor 20 Jahre in einem Dienstverhältnis war, ist ein äußerst befreiendes Gefühl. Was wie gesagt nichts damit zu tun gehabt hat, wie gerne ich den Job gemacht habe. Und nicht nur das, ich konnte auch viele Freiheiten in meinem Dienstverhältnis genießen. Dennoch,… jetzt ist sie weg, die einengende Jacke. Und ich nutze meinen gewonnen Freiraum nun für wirkliche Wirksamkeit.

Wer die Zone außerhalb seiner gewohnten Zone nicht kennt, dem kann ich nur empfehlen dort heimisch zu werden. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und alles Gute für 2019.

Mario Pramberger

Unternehmenshandwerk

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100 Tage im neuen Leben

5. August 2018 Posted by Allgemein 0 thoughts on “100 Tage im neuen Leben”

Was für ein Jahr!

Was für ein Jahr für mich und mein Unternehmen! Strategieklausur, Visionsworkshop, Führungskräftetraining, Teamtage, Vorträge, Moderationen, Einsätze als Coach und WIFI-Trainer. Und das nach nur 100 Tagen in meinem neuen Leben. Und jetzt?

Seit genau 100 Tagen bin ich nun selbständig. Was war das für ein aufregendes Jahr! Im Jänner habe ich meinen Job bei ein und demselben Dienstgeber nach fast 20 Jahren gekündigt. Alles war gut, ich fühlte mich wohl, hab‘ meinen Job bis zuletzt immer gerne gemacht. Und doch war es Zeit für etwas Neues. Am 30. Juni endete mein Dienstverhältnis. Danach folgte eine kurze aber dennoch wichtige Pause. Zwei Monate für meine Familie und mich. Dafür war in den letzten Jahren einfach zu wenig Zeit. Wirklich schade, dass man in einem eingefahrenen Tagesryhtmus nicht ausreichend Zeit für seine Liebsten findet. Zumindest fühlte es sich für mich so an.

In diesen zwei Monaten habe ich eine weitere Erfahrung zum ersten Mal in meinem Leben gemacht: 5 Tage en suite Zeit für mich.

Ganz allein. Ich und die Natur. Von Schlierbach zu Fuß nach Maria Zell. Ohne großes Ziel. Das Gesetz der Serie unterbrechen. Das tun was ich gerne tue. Bewegung an der Natur. Es war grandios. Der Kopf wird frei.

Du siehst deine Zukunft auf einmal wunderbar und völlig klar vor dir! Und so ganz nebenbei wird deine Hose weiter und weiter. Kein Wunder, wenn du in 5 Tagen 160 Kilometer zurücklegst. Abgesehen davon, dass es mir im Jahrhundert Sommer 2018 gelungen ist 5 Tage am Stück schlechtes Wetter zu haben, war es ein traumhaftes Erlebnis. Vielleicht auch gerade deswegen.

Und dann? Am 13. September habe ich meinen Betrieb „Mario Pramberger – Unternehmenshandwerk“ eröffnet. Nun war ich selbst an der Reihe, nachdem ich 20 Jahre lang in meinem Job hunderten GründerInnen erklärt habe wie es geht, ohne je selbst die Erfahrung gemacht zu haben. Spannend!? Hmm… Ja durchaus spannend. Den Prozess selbst zu durchlaufen… mit allen Erfahrungen, die ein Gründer in Österreich macht… mit allen Hochs und Tiefs… eine weitere aufregende Erfahrung.

Meine offizielle Firmeneröffnung im Stift Schlierbach war der nächste Schritt. Unglaublich – ein Ein-Personen-Unternehmer eröffnet seinen Betrieb und 130 Gäste folgen seiner Einladung. Unter den Gästen durfte ich Firmenchefs von Groß- und Kleinbetrieben genauso begrüßen wie regionale Netzwerkpartner, langjährige Wegbegleiter, Freunde und natürlich die Familie. Ich bin so dankbar, für diesen Abend. Auch an der Stelle nochmals danke an alle die vor Ort und per Facebook-Livestream dabei waren.

Und dann die ersten Aufträge. Moderation einer Strategieklausur, Visionsworkshop für eine Gründerkooperation, Nachwuchsführungskräftetraining, Teamtag, Vorträge, Moderation von Workshops, Einsätze als Coach und WIFI-Trainer für Marketing und Lehrlingsausbildner. Ich bin froh und dankbar, dass ich bereits so viele geniale Aufträge erhalten habe. Und ich bin dankbar, dass mir meine Kunden bei unterschiedlichen Themen das Vertrauen schenken, und das bereits in der Startphase.

Echt, mutig und konsequent, so sieht meine Wertetriade aus. Damit werde ich Wirksamkeit mit meinem Tun erzeugen. Wirkliche Wirksamkeit. Ich weiß, dass ich damit auf einem guten Weg bin, auf dem auch für mich noch viele Learnings bereit liegen.

Ich freue mich nun auf die nächsten 100 Tage in der Selbständigkeit. Ist das aufregend! Ich bin gespannt was alles auf mich wartet. Einige Dinge stehen schon in den Startlöchern, kann ich aber noch nicht verraten. Ich halte euch auf dem Laufenden! Jetzt heißt es fürs erste: Weihnachten genießen.

Schöne Feiertage!

Mario Pramberger

Unternehmenshandwerk

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